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Vernissage: Otto Nebel. Farbe Sprache Form
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Eröffnungsfeier in der Schlosskirche
- Beginn
- Donnerstag 18. Juni 2026, 18h00
- www
- www.schloss-spiez.ch
- Ort/Lokal
- Schloss Spiez
- Details
- Worte und Musik zur Ausstellung. Es sprechen: Hans-Peter Schürch, Vizepräsident Stiftung Schloss Spiez, Therese Bhattacharya-Stettler, Präsidentin Otto Nebel-Stiftung, Steffan Biffiger, Kurator und Barbara Egli, Schloss- und Museumsleiterin. Unter künstlerischer Mitwirkung von Guy Krneta, Lesung Texte und Balts Nill, Klänge. Im Anschluss Ausstellungsbesichtigung und Apéro
Öffentlicher Anlass ohne Anmeldung
Ausstellung: "Otto Nebel. Farbe Sprache Form" 19. Juni bis 18. Oktober 2026
«Ich will das Licht geben, keine dinghaften Erinnerungsbilder.»
Otto Nebel, Tagebuch 31.12.1929
Otto Nebel (1892-1973) war Maler und Dichter zugleich; Sprache und Bild blieben in seinem Werk untrennbar verbunden. Aus dem Umfeld der Berliner «Sturm»-Bewegung kommend, trat er zunächst als Wortkünstler hervor. In seiner Kriegsgefangenschaft in England entstand 1919 mit Zuginsfeld eine expressionistische Antikriegsdichtung. Später entwickelte er mit den Runenfugen eine auf Rhythmus, Wiederholung und Klang gegründete Sprachkunst, deren Prinzipien in seine Malerei eingingen.
1933 sah sich Nebel gezwungen, Deutschland zu verlassen und liess sich mit seiner Frau Hilda in Bern nieder. Unter schwierigen Lebensbedingungen wurde ihm die künstlerische Arbeit dort zur existenziellen Stütze.
Mit den Künstlerfreunden Paul Klee und Wassily Kandinsky verband ihn eine tiefe geistige Verwandtschaft. Reisen nach Italien prägten seine Auseinandersetzung mit Farbe und Licht, die er zu «bauwerklichen Sinngefügen» verdichtete. Seine Italien- und Kathedralbilder führten ihn zu einer eigenen Bildsprache zwischen Wahrnehmung und Abstraktion. In seinen späteren Werken verband er Farbe, Form und Zeichen zu einer poetischen Einheit.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Otto Nebel als eigenständigen und vielseitigen Künstler neu zu entdecken.
Leihgaben
Otto Nebel-Stiftung Bern
Kunstmuseum Bern
Kunstmuseum Thun
The Leir Foundation
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