Szenefenster

 

Simon Baumann, Piechniczek/Brunner, Nina Wägli

Beginn
Mittwoch 25. März 2026, 20h00
www
www.schlachthaus.ch
Ort/Lokal
Schlachthaus Theater
 
Ortsplan
Details
Bühne frei für die Berner Szene!
60 min

«Szenefenster» ist ein unkompliziertes Bühnenformat für kurze Stücke, rohe Entwürfe oder besonders gelungene Szenen. Das Berner Szenefenster übergibt der lokalen, professionellen Szene der Darstellenden Künste die Bühnen im SHT und in der Dampfzentrale Bern.
Viermal pro Spielzeit, jeweils an einem Mittwochabend, entsteht ein Potpourri an künstlerischen Handschriften. Für das Publikum öffnet sich ein Fenster in die Vielfalt der Berner Szene.

Simon Baumann: «Heimat in progress and who the f*** is Helvetia»
Jodelgesänge, Klebeband, Zombieblut … und wer war eigentlich Helvetia? «Heimat in progress and who the f** is Helvetia» ist ein Teilausschnitt aus dem kommenden Bühnenstück von Simon Baumann, das im Oktober 2026 im Tojo Theater Bern Premiere feiert. Der Ausschnitt untersucht Heimat als brüchiges, widersprüchliches und persönliches Konstrukt. Entstanden ist er im Rahmen einer Residenz am Roxy Theater in Birsfelden. Ausgangspunkt bilden drei Ebenen von Heimat: eine persönliche, eine historische und eine politische, die performativ miteinander verschränkt werden. Zu Beginn begegnet das Publikum einer Figur in einem Monolog, der als Versuch erscheint, Ordnung ins eigene Herkunftschaos zu bringen. Zwischen Verletzlichkeit, Trotz und spielerischer Überzeichnung schwankend wird sie zur Erzählinstanz, die Heimat nicht erklärt, sondern sich immer wieder an ihr abarbeitet.

Piechniczek/Brunner: «blue»
«blue» represents effort. It’s a process of becoming and externalising emotions through movement and physical effort of the body. It presents what being stuck in a loop leads to. It also raises questions about the ability to control and recognise one’s patterns of action. It allows the audience to experience a visible flow of emotional states of the performer.
A body stuck in a capitalist reality, being transformed and treated as merely a product leads to a breaking point. The constant need to prove and justify one’s existence is not only unsustainable – it breaks you. It causes you to sweat, spit and cry. And trying to sustain your life as an immigrant, a queer person and in a precarious situation becomes a loop. Of trying to survive despite the circumstances.
«blue» is exposing the reality. It’s a clash with expectations that only seem safe and happy on the surface, as if choosing a life where you thought you might be heard, feel safer and happier actually becomes your personal struggle.

Nina Wägli: «over & out»
Nina erzählt vom ultimativen Verhütungsmittel: Kindergeburtstag. Zwischen Doodle-Wahnsinn, YB-Trikot für 110 Franken und Piraten-Event mit Burn-out-Papa eskaliert der Konsum komplett. Während Prosecco in der Küche zur Überlebensstrategie wird, fragt sie sich: Wann sind aus Geburtstagen eigentlich Firmenanlässe geworden?
Zurück zu Hause folgt die nächste Baustelle: 1'000 Kleidungsstücke im Schrank. Shopping als Kreislaufwirtschaft, Hochzeitskleid als Rattenvilla, TED-Talk-Erleuchtung inklusive.
Am Ende steht sie mit einem Abfallsack auf der Bühne – und macht aus Ausmisten ein Happening. Kleider wie Beziehungen behandeln. Tauschen statt horten. Chaos in Komik verwandeln. Over & out.
Bühne
Theater