Der Tod des Iwan Iljitsch

 

Von Leo Tolstoi. Regie Noam Brusilovsky

Beginn
Samstag 16. März 2019, 19h30
Ort/Lokal
Vidmarhallen
Details
Regie Noam Brusilovsky. «Iwan Iljitschs Lebenslauf war der allereinfachste, allergewöhnlichste und allerfurchtbarste.» Doch jung zu sterben soll Iwans Schicksal sein. Mit 45 Jahren erleidet der Anwalt eine Erkrankung, deren permanenter Schmerz seinen Charakter verändert und martert. Er ist nicht nur hilflos, sondern wird zu einem Monstrum für seine Umwelt, zur Verkörperung der Krankheit. Zunehmend spirituellen Themen zugewandt, verhandelt Tolstoi in Der Tod des Iwan Iljitsch die Flüchtigkeit des Lebens, erzählt wahrhaftig und berührend von dem hässlichen Ende, das uns alle eint. Was nützen der gesellschaftliche Status, Ansehen im Beruf oder die Ehe? Unerbittlich schildert Tolstoi die Angst und Machtlosigkeit Iwans sowie Wut und Abneigung seiner Umgebung dem Kranken gegenüber. «Der Tod ist zu Ende.» sind dessen letzte Worte. Regisseur Noam Brusilovsky thematisierte seine überwundene Krebserkrankung bereits in einer eigenen Theaterarbeit. "Der Tod des Iwan Iljitsch" ist eine Fortsetzung des Themas und als Bühnenbearbeitung zwischen Dramatisierung und Dokumentartheater konzipiert. Mit dem Hörspiel "Broken German" gewann Brusilovsky den Deutschen Hörspielpreis 2017.
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